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Wissen

Grundlagen4 Min. Lesezeit

Was sind chinesische Kräuter?

Im westlichen Ansatz suchen wir meist einen Wirkstoff für ein Problem. Die chinesische Kräuterlehre geht umgekehrt vor: eine Rezeptur besteht aus mehreren Kräutern, die einander verstärken, ergänzen und wo nötig abmildern. Ziel ist nicht, ein einzelnes Signal wegzunehmen, sondern den Körper ins Gleichgewicht zurückzubringen.

Eine Rezeptur, kein Einzelkraut

In einer klassischen Rezeptur hat jedes Kraut eine Rolle. Ein Hauptkraut gibt die Richtung vor, weitere Kräuter unterstützen es, und wieder andere nehmen die Schärfe heraus oder lenken die Wirkung in den richtigen Bereich des Körpers.

Deshalb besteht Rear-Motion aus sechzehn Kräutern und Nostress aus drei. Nicht weil mehr besser wäre, sondern weil das eine Thema einen breiteren und das andere einen schmaleren Ansatz verlangt.

Balance als Ausgangspunkt

Die chinesische Kräuterlehre schaut auf Harmonie: auf Wärme und Kälte, Trockenheit und Feuchtigkeit, Zuviel und Zuwenig. Sind die Energiebahnen nicht mehr im Gleichgewicht, gerät der Körper aus der Balance und Sie merken das an Ihrem Tier.

Eine Rezeptur versucht, dieses Ungleichgewicht aufzuspüren und zu korrigieren. Auch deshalb ist ein Ergebnis selten innerhalb eines Tages sichtbar: der Körper muss mitgehen.

Was Sie erwarten dürfen

Rechnen Sie mit zwei bis vier Wochen, bis ein Unterschied sichtbar wird, je nachdem, wie lange es schon besteht. In den ersten zehn Tagen liegt die Dosierung höher, danach geht es auf eine Erhaltungsdosis zurück.

Kräuter ersetzen keinen fachkundigen Blick. Geht es Ihrem Tier plötzlich schlecht oder trauen Sie der Sache nicht, lassen Sie es zuerst ansehen. Kräuter können daneben unterstützen.